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Vor dem Bau moderner Verkehrswege war das Land von unbefestigten Sandpisten durchzogen. Die Nutzung war beschwerlich, und selbst schnelle Kutschen schafften selten mehr als zehn Kilometer in der Stunde. Bei Oeversee bog die „Stapelholmer Weg“ genannte Piste vom Ochsenweg ab und führte bis nach Hollingstedt.
Der „Stapelholmer Weg“ galt als wichtiger Frachtweg der Flensburger Kaufleute. Sie hatten am Unterlauf der Eider Umschlagplätze („Stapelplätze“) für holländische und englische Waren eingerichtet, die auf dem Wasserwege hier angeliefert worden waren. Aus dieser Zeit rühren auch die Ortsnamen Süder- und Norderstapel her. Nach dem Bau der ersten Eisenbahnstrecken verlor der „Stapelholmer Weg“ rasch an Bedeutung. So führt er heute abseits der Hauptverkehrsströme durch ökologisch wertvolle, typische Schleswig-Holsteiner Landschaft.
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